Sittliches Westfalen 

Wenn man am Montagmorgen gegen halb neun bei leichtem Nieselregen losradelt, erntet man noch nicht mal komische Blicke. Man erntet gar nichts, denn kein Mensch ist auf irgendwelchen Fahrradwegen unterwegs. Doch irgendwann in der Nähe menschlicher Behausungen bei Clarholz bringen dann fröhliche Mütter gut gewaschenen Nachwuchs in den Kindergarten. Und hinter hohen Hecken, die noch nicht dem Buchsbaumzunsler zum Opfer gefallen sind, verstecken sich die Prachtvillen des Pferdelandes Warendorf. Ich habe etwas kalte Füße, aber dafür bekomme ich schon das ein oder andere nette Motiv vor die Linse. 

Irgendwann fällt mein GPS Tracker aus und ich fahre einfach einem rüstigen Senioren hinterher, der aussieht, als wüsste er, wie man von Clarholz nach Herzebrock kommt ohne die Bundesstraße zu nehmen. Es gibt tolle Fahrradstrassen, Schlossparks und romantische Flusswege. Plötzlich bin ich schon in Rietberg. Trifft sich gut, denn mein Akku ist leer. Rietberg aber auch. Montag scheint der allgemeine Ruhetag zu sein. Wer doch öffnet, macht das um 18.00. Zum Glück gibt es Bäckerei Lange. Das finden auch die Rietberger, die hier einem späten Frühstück zusprechen. 

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