Tempus fugit

Als wir aus dem Lokal kommen, sagt mein Mann : Zwanzig Jahre und man steht vor dem Nichts… Aber der Reihe nach. Zuerst stehen wir nach der Ankunft an unserer Unterkunft (die gleiche seit etwa zehn Jahren) vor verschlossener Tür. Es hat nämlich der Besitzer gewechselt und man muss mit einem Code einen Schlüsselsafe bedienen. Der wurde aber nicht richtig eingestellt und so warten wir, bis die Notfallnummerdame uns die Tür aufmacht. Dann gemütlicher Spaziergang in die Stadt. In den ersten 15 Jahren haben wir in einem sehr schönen Hotelrestaurant am Marktplatz gegessen. Es war immer so voll, dass man spätestens Anfang Oktober einen Tisch reservieren musste, besser früher. Dann wechselte der Service, schließlich der Betreiber und die Karte. Vor vier Jahren saßen wir einen ganzen Abend lang ganz alleine in diesem großen Lokal. Das war so gruselig, als hätte  A. Hopkins nebenan gesessen  um schweigende Lämmer zu verspeisen. Wir wechselten auf die andere Seite des Marktplatzes. In der Lokal gab es einen Tisch auch nur auf Vorbestellung, das Essen war mediterran angehaucht. Richtig überzeugt wurde mein Mann durch eine großartige Portion Creme Brulee. Drei Jahre war alles in Ordnung. Sicherheitshalber hatte ich ihm nicht erzählt, dass die Bewertungen für dieses Lokal auf einem renommierten Portal stark gesunken waren. Zuerst einmal war es gemütlich, warm und voll. Das auf der Karte versprochene Brot zur Suppe hatten sie vergessen. Als der Chef es mit einem Lächeln nachbrachte, rammte er mir die Ecke des Holzbretts in die Schläfe. Haha, fand er lustig. Ich sei ja nicht verletzt, er könne mich ja ein bisschen streicheln. Dann kam das Hauptgericht, aber es wurde wieder weggetragen, da für einen anderen Tisch. Meine Ente war dann gut, aber das Kartoffelgratin bestand aus einfachen Salzkartoffeln, über die man Käse geworfen hatte. Richards Essen war auch gut, bis auf die Tatsache, dass vom Spinat wohl nicht mehr viel da war, denn der Koch hatte reichlich Broccoli darunter gemischt. Irgendwann wurden wir gefragt, ob wir ein Dessert wollen, aber die Pannacotta war leider aus. Ach ja, und mit Karte bezahlen ginge leider heute auch nicht…. Richard bekam seine von einem Minzbusch erdolchte, aber doch angenehme Pannacotta in einem weiteren Lokal, in dem es hoch her ging. Es gibt da noch so ein paar andere feste Programmpunkte auf unserer Goslar – Liste. Ich habe „kalte Füße“ … 

4 Kommentare

  1. ….allles hat seine Zeit……
    vielleicht ist die Zeit „Goslar“ vorüber und eine andere Stadt wartet mit spannenden Locations, Attraktionen und Eindrücken auf Euch?!!!
    Trotzdem wünsche ich euch noch eine schöne Zeit 🙂

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