Das Restaurant am Po der Welt

„Wollen wir nicht gleich einen Agriturismo aufsuchen?“, frage ich. Ich bin nämlich etwas schlapp von der Stadtführung, der Zugfahrt und der Aufregung mit dem Auto. „Nix“, sagt mein Mann. „Jetzt ist der Bertone da, wir können fahren und ich will ans Meer. Bauernhof kann ich auch zu Hause haben.“ Also fahren wir. Die kürzeste Entfernung zur Küste liegt im Niemandsland zwischen Venedig und Ravenna. Ein Blick aus dem Fenster enthüllt, dass es sich um eine wunderschöne, grüne Flusslandschaft handelt. Der große Po macht hier ein Delta und fließt als Unesco – Weltkulturerbe in die Adria. An seinem steinigen Ende rauscht das Meer.

Wir stellen uns auf eine Wiese, in rücksichtsvoller Entfernung von einem anderen Wohnmobil. Erstaunlicher Weise gibt es ein Lokal und das hat sogar geöffnet. Wir werden nett begrüßt. Die Speisekarte ist natürlich rein italienisch. Trotzdem ist klar :Hier gibt es nichts ohne Fisch. Wir sind etwas nervös beim Bestellen. Dann entert eine große Männergruppe das Lokal. Bäuche und Gesichter verraten, dass sie sich mit schlechtem Essen nicht abspeisen lassen.

Köstlich, diese krossen kleinen Tintenfische, die ich sonst nicht probiert hätte.

Am nächsten Morgen Kurzbesuch in Ravenna, um alte Mosaiken zu bewundern.

Und weiter nach Riccione, wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollen. Am Campingplatz werden wir begrüßt wie Ehrengäste. Aufgrund einer Sportveranstaltung ist der Weg zum Campingplatz abgesperrt.

Niemand außer uns hat sich an den Polizisten vorbeigetraut. Hurra, freie Platzwahl. Jetzt aber schnell ans Wasser.

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