Neapel sehen…

und weiterfahren. Zuerst die Highlights. Wir sind am Morgen in die Innenstadt gefahren, haben sofort einen Parkplatz gefunden und sind am Nachmittag ohne Beule heil aus der Stadt herausgekommen. Während ich mit starkem Herzklopfen auf dem Beifahrersitz schwitzte, saß mein Mann wie Petrus als Fels in der Brandung. „Ich fahre im Rettungssanitäter – Modus“, erklärte er und war trotz Gehupe und Gewusel die Ruhe selbst. Dieser Modus beinhaltet nach meiner Beobachtung ganz kaltschnäuzig so zu fahren, als sei man das wichtigste Fahrzeug in der Stadt. Wenn ich hinterm Steuer gesessen hätte, wären wir garantiert immer noch in Napoli. So aber sitzen wir längst auf dem Campingplatz in der Sonne und essen Brot und Tomaten mit Basilikum (!).

Zurück zu Neapel. Die Stadtführung fand in einer netten kleinen Gruppe statt : ein Paar aus Kanada, eins aus Kalifornien, eins aus Australien und wir. Zwischendurch haben wir uns angeregt unterhalten. Aber die Dame, die die Führung machte, konnte mich von Neapel nicht ganz überzeugen. Während sie die Wörter very famous, oldest und biggest im Uberschwang verwendete, hatte ich auf meiner rechten Schulter einen kleinen Römer sitzen, der unablässig gähnte. Auf meiner linken Schulter saß ein kleiner Venezianer der hin und wieder verächtlich eine Augenbraue hob. Ich hoffe, die beiden machen sich für die nächsten Tage wieder vom Acker.

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