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KINO-UPDATE-GASTBEITRAG

Und sie bewegt sich doch…

Die Erde?! Diesmal nicht ganz so wirkmächtig, eher die mausgrauen Gedanken der vier Protagonistinnen der Bücherrunde im sonnigen Kalifornien bei der Auswahl des neuen Buches: 50 changierende Grautöne… – ok, ich geb‘ auf: 50 Shades of Grey (meine Rechtschreibkorrektur macht aus Shades … Shakes!)

KINO-UPDATE zu Book Club – Das Beste kommt noch
Diesmal geschrieben vom „Begleiter“, weil sich dessen Frau und Bloggerin weigert, mit ihm in holzschnittartige, schnulzige Liebeskomödien zu gehen 😉

Da sitzen sie nun, vier langjährige Freundinnen über 60, und bekommen von der burschikosen Vivian (Jane Fonda, perfekt als Eisbrecherin) den 1. Teil der „50 Shades“ vorgesetzt. Dieser Club hat die Regel, dass jeder Vorschlag angenommen und auch von allen anderen gelesen werden muss… Also kommt nach dem obligatorischem Aufschrei „…wo ist unser Niveau?…“ erstmal das wohlverdiente Glas Sekt!
Die Gemengelage ist gut gewählt. Diane (Diane Keaton, spielt sich selbst?!) hat gerade ihren Mann verloren, dafür hat sie zwei nervige Helikopter-Töchter, die beschließen, ihre Mutter sei einsam. Carol (Mary Steenburgen, immerhin Oscar-Preisträgerin) ist schon laaange verheiratet und bringt ihren gerade verrenteten, zweifelnden Mann in Ober-Peinlichkeiten. Dann ist da noch der fast aussichtslose Fall der Bundesrichterin Carol (Candice Bergen, die Rationale), die zum Lesen des Buches quasi verurteilt werden muss, aber als erstes ein Date vorzuweisen hat…
Diane ist mir aus zwei Gründen in guter Erinnerung. Zum einen bekommt sie als männlichen Gegenpart den attraktiven Piloten Mitchell (Andy García) vorgesetzt, der schon in „Mamma Mia“ von einer Frau gemustert worden ist mit den Worten: „Man möge ihn waschen und auf mein Zimmer bringen…“. Zum anderen hat dieser Mann eine kleine Ranch in Sedona, traumhaft umgeben von einem tollen roten Canyon (… im Reiseblog hier zu finden: Jurassic Parc ) und man fragt sich, warum dieser Mann noch frei rumläuft…

Die vier ganz unterschiedlichen Frauen laden ein, Altmann á la „Shorts Cuts“ zu imitieren, aber Regisseur Bill Holdermann kreiert lieber ein kurzweilig zotiges, liebenswürdiges Panoptikum über Beziehungsprobleme von Best-Agern. Dabei verbietet es quasi die aktuelle Hollywood Erotik-„PC“ , dass ausser blitz-blanken anständigen Küssen und mehrfachem frivolem Aufstöhnen beim Lesen des Buches noch irgendwas Fleischfarbenes innerhalb der 104 Minuten passiert.

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