Menschen im Motel

Ich fange mal an mit Chris Hemthworth, dessen braves Lächeln ich sehr schätze, wenn er als Gott unterwegs ist. Heute Abend hatte er zwar seinen Oberkörper gut in Szene gesetzt, war aber als Sektenführer so diabolisch, dass sein sonst viel böserer Bruder Loki ihm voller Anerkennung auf die Schulter geklopft hätte. Mir war ziemlich gruselig zumute. KINO-UPDATE. Anerkennung verdient auch das Drehbuch von Bad Times at the El Royale. Verschiedene Menschen in einem Hotel zusammen zu bringen, deren Geschichten dann verknüpft werden, ist kein neues Rezept. Aber der Klassiker wurde hier intelligent interpretiert und mit ungewöhnlichen Zutaten gewürzt. Schon allein die Lage des etwas schäbigen Motels genau auf der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada ist besonders, eine Idee aus der man noch mehr hätte machen müssen.

In Zukunft werde ich mich beim Blick in den Hotelspiegel fragen, ob mich dahinter wohl jemand beobachtet. Wie in Babylon Berlin, das ich angefangen habe zu sehen, tauchen auch hier Filmchen auf, die sich für Erpressungen eignen.

Der Body-Count ist hoch und, entgegen dem Mainstream-Film muss man sich nach auch von Figuren verabschieden, denen man das Überleben dringend gewünscht hätte. Der nervige Staubsaugervertreter mit seinen blöden Sprüchen hat es aber nicht geschafft. Obwohl er als Geheimagent sich am Besten hätte auskennen müssen.

In Menschenkenntnis war er aber schlecht. Und so gewinnen die, die zuvor in ihrem Leben in dieser Hinsicht die meisten Erfahrungen gesammelt haben. Empfehlenswert für Leute mit schrägem Humor.

Nachtrag : Warum ich kein Wort über den Soundtrack verliere, der doch eine besondere Qualität aufweise, beschwert sich meine Begleitung. Also, die Musik ist echt gut und die Frau kann singen. Vielleicht sogar besser als Lady Gaga. Den Film mit ihr gucken wir Montag.

Nachtrag zum Nachtrag : Als ich heute morgen noch einmal über den Film nachsinne, fällt mir auf, dass ich den eigentlichen Star nicht erwähnt habe: eine prächtige Wurlitzer Jukebox! Was für ein Aufwand mal betrieben wurde, um die Menschen mit Musik zu versorgen.

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