Exzentrisch und genial

Fehlt ja noch der Grund fürs Ganze. Was wollten wir denn bei den Eidgenossen? Anfang September gab es an einem normalen Dienstag einen Artikel in der Tageszeitung. Ich las ihn morgens und dachte : Ist ja sehr interessant. Mein Mann las ihn abends : Hast du diesen Artikel über die Ausstellung gelesen?

Damit war unser Herbstprogramm beschlossen. Gestern Abend hatten wir die Gelegenheit, im Museum Rietberg an einer Führung teilzunehmen, die das Werk des ebenso genialen wie geheimnisvollen japanischen Künstlers Nagasawa Rosetsu vorstellte. Eine Form von Kunst, Tempelmalerei in der Hauptsache, mit der wir uns noch nie beschäftigt hatten.

Ich bin noch etwas sprachlos ob der Kunstfertigkeit dieses Mannes, der mit Pinsel oder Fingernägeln, auf Pergament oder Seide, betrunken oder nüchtern solche Werke schuf. Und Humor hatte er auch noch. Seine Darstellung einer die Zeit totschlagenden Schülergruppe bringt einen auch mehr als 200 Jahre später zum Schmunzeln. Ganz abgesehen von Tiger und Drache, die schlicht imposant sind. Nur zwei Monate bleiben die Werke in Europa, bevor sie wieder in das Land der aufgehenden Sonne zurückkehren. Was hatten wir doch für ein Glück 🙂

1 Kommentar

  1. Möglicherweise ist Nagasawa Rosetsu in der 2. hälfte des 19. jahrhunderts, als in frankreich die begeisterung für japanische kunst entflammte (Japonismus), in der europäischen kunst bekannt gewesen. derzeit beachten wir japanische kunst eher selten, allenfalls der grafische stil der Animes ist bei uns populär. Danke für die Vorstellung!

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