Moralfragen

Am Donnerstagmorgen spuckte die handbetriebene Phrasendreschmaschine ganz zufällig, da beiläufig umgeklappt, diesen bedenkenswerten Satz aus.

Na sowas, da wussten höhere Mächte schon vor mir, was ich am Abend tun würde. Bevor ich darauf komme, zunächst aber ein feierlicher Anlass :

Freitag, du bist witzig oder

Wie ein Foto sich einen lustigen Text zulegt

freitagstexter2

Irgendwann wurde der „Freitagstexter“ ins Leben gerufen, von dessen Existenz ich aber erst vor kurzem erfahren habe. Dieser wunderschöne Digital-Pokal wird seit Dezember 2005 vergeben und wöchentlich weitergereicht. Ist der nicht hübsch (Herzchenemoji)?

freitagstexter

Aufgrund (korruptionsverdächtiger) seelenverwandtschaftlicher Kontakte wanderte das Teil zwischen hier und hier . Aber unerwarteter Weise habe ich in der letzten Woche gewonnen, die Wiederbelebung des Preises wird fortgeführt und sicherlich ein ECHO (räusper) hinterlassen.

Also mitgedacht, mitgemacht und mitgelacht!!

Das Verfahren: Jeweils freitags beginnt der Wettbewerb und endet am darauf folgenden Dienstag um 23:59 Uhr. Mittwochs wird die Gewinnerin/der Gewinner bekannt gegeben. Die Aufsichtsbeamte wird sich vor der Verkündigung vom ordnungsgemäßen Zustand des Oberstübchens der Jury überzeugen. Freitags veröffentlicht die Siegperson ein neues Foto.

Gesucht wird die witzigste Bildunterschrift, die die geneigte Leserschaft bitte einfach als Kommentar an mich schickt.

Und zwar dieses Mal zu diesem Foto:

Kommen wir zurück zur Moral. KINO-UPDATE. Wieviel Recht hat eigentlich ein hochrangiger Politiker, gar ein Präsident, auf seine Privatsphäre? Ist ein Mann, der seine Frau betrügt, auch automatisch eine schlechte Führungskraft? Ist man als Ehebrecher ein unmoralischer Mensch? Um derlei Fragen geht es in Der Spitzenkandidat, in der Hauptrolle Hugh Jackman ohne Klauen und mit schönen Haaren. Eine kurze Zeitreise in den Präsidentschaftswahlkampf von 1987. Der aussichtsreiche Demokrat Gary Hart ist clever, ein guter Redner und ein Wirtschaftsexperte. Damit wäre er fast Präsident geworden, hätte man ihm nicht in Büschen hockend aufgelauert, um ihm eine Affäre nachzuweisen. Der Kandidat ist der Meinung, das sei seine Privatsache. Die Presse sieht das ganz anders. Der Film setzt wahre Geschehnisse um und gewährt einen Blick in die Pressemaschinerie. Zitiert wird gegen Ende der Satz eines amerikanischen Präsidenten, der meint, man müsse Angst haben, wenn die Leute den Präsidenten bekämen, den sie verdienten. Noch jemand, der in die Zukunft sehen konnte. Ein Besuch lohnt sich besonders für solche, die gern über den Konflikt zwischen öffentlichem Interesse und Privatheit diskutieren. Und für Fans von Vera Farmiga, die die Rolle der betrogenen Ehefrau spielt.

12 Kommentare

  1. „Ich bin mir GANZ sicher, dass ich hier irgendwo einen Aus/Ein Knopf gesehen habe!“

    Und vor dem jetzigen US Präsidenten herrschten andere moralische Vorstellungen. Lange Zeit waren geschiedene Präsidentenkandidaten ein absolutes No-Go.

    Gefällt 2 Personen

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