„We are family“

Im Hintergrund hört man noch die Rockversion des alten Discohits, die Band ist laut. Hafenfest an drei strahlenden Tagen in Münster, jetzt im Ausklang. Menschen über Menschen. Der Fahrradfahrer an der Ampel summt noch mit. „Familie“ – für mich positiv besetzt mit Kaffeetafel und Frühstück im Schlafanzug geht auch anders. Das schöne lange Wochenende habe ich zum Lesen genutzt, Vendela Vida erzählt die Geschichte einer jungen Frau, deren Mutter die Familie verließ und die nach dem Tod des Vaters erfährt, dass dieser nicht ihr Vater war. Jeder in ihrer Umgebung schien das zu wissen. Dramatisch wird es, als sich herausstellt, dass auch der Mann in der Geburtsurkunde nicht ihr Vater ist. Und dann bin ich, spät genug, endlich auf Juli Zeh und ihr großartiges „Unterleuten“ gestoßen, wo es von dysfunktionalen Familien nur so wimmelt. Vorsicht, es folgt ein kultureller Sturzflug!

Auch in dem folgenden Film ist die Familie zerstört. Der Sohn kam bei einer Katastrophe ums Leben. Das brachte den Vater zum Alkoholismus und die Mutter zum fanatischen Versuch, die Welt zu retten. Dazwischen versucht die noch halbwegs vernünftige Tochter, die Beziehung zu beiden aufrecht zu erhalten. KINO-UPDATE. Niemand geht wegen der Familiengeschichte in diesen Film. Auch nicht wegen der wohlfeilen Botschaft, dass die Plage Mensch dem Planeten zusetze und daher der Korrektur bedürfe. Wer in Godzilla II geht, der will Monster sehen. Und er bekommt Monster. Groß und ehrfurchtgebietend. Viele. Zum ersten Mal auf der Leinwand : ein Kampfschmetterling. Beliebt und erneut in Szene gesetzt : der Drache mit drei Köpfen. Die Organisation, die sich gleichzeitig um Kommunikation und Bekämpfung kümmert, heißt Monarch. Wie der Schnipsel verrät, wenn man den ganzen Abspann in Ruhe abgewartet hat, geht das Spektakel weiter.

Oh, die Familie aus Vater, Mutter und Tochter hat am Schluss wider Erwarten zusammengefunden. Godzilla sei Dank.

6 Kommentare

      1. Ich finde es gut Texte anderer zu lesen. Ich fange jetzt an mit einer größeren Aktion über Indien. Mei mir stehen natürlich die Fotos im Vordergrund, aber ich muss ja schon etwas geistreiches dazu schreiben. Dabei hilft es natürlich Texte andere zu lesen. Schöne Woche.

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