Zukünftiges

Ich hatte in der Mittelstufe mal ein Englischbuch mit einem für mich sehr spannenden Text: What will the world look like in the year 2000? Eine Frage, die mich brennender interessierte, als die korrekte Bildung des will-future. Es gab unter anderem aufregende Städte unter dem Meer und wir diskutierten Vor- und Nachteile. Von einer Plastikvermüllung der Weltmeere war noch nicht die Rede. Ich begann damals, aus einem Grund, den ich nicht mehr genau weiß, Plastiktüten zu sammeln, die dann ca. 30 Jahre auf dem Dachboden meiner Eltern gelagert waren.

Da die Ära der Plastiktüte zu Ende geht, werde ich ab nächster Woche in loser Folge die #Tüte der Woche präsentieren.

Wo waren wir? Ach ja, Meer und Vermüllung. Ein Trailer präsentierte gestern den ersehnten nächsten Weißer-Hai-Streifen. In den menschlichen Hauptrollen: quietschende Teenager als Amuse geule. Wieso will das jemand sehen?

KINO-UPDATE. Dass die Menschheit insgesamt erhebliche Mängel an Intelligenz und Moral aufweist, zeigt sie im Moment wieder jeden Tag. Kein Wunder, dass künstliche Intelligenz für den Fall Vorsorge trifft, dass die Menschheit sich auslöscht. In I Am Mother treffen wir auf einen sehr fürsorglichen Androiden, der in einer steril – technischen Umwelt ein Mädchen großzieht. Clara Rugaard ist „Tochter“ : intelligent, moralisch integer, ernsthaft, sportlich, motorisch geschickt. Der Android ist „Mutter“. Die junge Frau hat diese merkwürdige Form der „Einzelhaft“ bisher ohne bemerkenswerten seelischen Defekt überstanden. Die häufigen Tests besteht sie mit Bravour. Als es ihr eines Tages gelingt, eine Ratte zu fangen – das erste Lebewesen, das sie nicht nur auf einem Bildschirm zu Gesicht bekommt – gelingt der Schauspielerin zu zeigen, wie Mensch und Tier sich verbunden fühlen können. Mother muss zum Schutz vor Kontamination das Tier dem Verbrennungsofen überantworten, wodurch sich bei der gehorsamen Tochter erste, auch altersbedingte, Zweifel ergeben. Und dann taucht aus dem Nichts eine verletzte Frau (schön dreckig : Hilary Swank) auf, die Mother als gefährliche Lügnerin bezeichnet und aus der künstlichen Welt fliehen will. Tochter fühlt sich hin- und hergerissen. Schließlich warten noch 65.000 weitere Embryos auf ihre Geburt. Fazit: Coole Atmosphäre, gut überlegte Entwicklung der Charaktere.

7 Kommentare

  1. Oh ja, ich erinnere mich auch an meine Jugendzeitschrift „Rasselbande“, die ich regelmäßig nach Hause bekam: darin wurde auch phantasievoll bebilder darüber spekuliert, wie das Leben wohl im Jahre 2000 aussehen würde. Da gab es schwebende Autos und Kunststädte unter Plexiglas auf dem Mond…..
    Dankeschön für die Erinnerung daran
    und liebe Grüße!

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    1. Endzeit klingt ja apokalyptisch.. früher hatte ich mir die Zukunft spannender vorgestellt, vermutlich habe ich immer das weiße Kaninchen übersehen, dem ich hätte folgen müssen.
      Was das Tüten-Projekt angeht, feile ich noch am Konzept, vor allem das Lebensende der jeweiligen Tüte betreffend 😶

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