Fachtagung Demokratieverständnisse, Teil 2

Morgens halb acht in Deutschland. Die Lehrerin kennt sich aus und findet am Frühstücksbuffet schnell alles, was ihr Herz begehrt. Eine interessante Gesprächspartnerin ist nicht in Sicht, aber das macht nichts, heute geht die Tagung früher los.

Station 1: Die Lehrerin kann nicht umhin, an der Paulskirche einmal mehr ein Foto zu machen, diesmal mit blauem Himmel.

Station 2: Auf dem Weg zum Tagungsort werden Gesichter und Gestalten registriert.

Station 3: Noch schnell ein Abstecher zum Main. Die Lehrerin überlegt, auf jeden Fall in Kürze einen Städtetrip nach Frankfurt zu machen.

„Demokratie besser begründen“ heißt der erste Workshop und entpuppt sich als echtes Highlight. Die beiden Teamer sind Profis und leiten die Methoden gut an. Zuerst werden wir in die Zukunft versetzt. Ein antidemokratischer Kanzler wurde gewählt und zerreißt im Bundestag das Grundgesetz. Mir wird ganz schwummerig bei dem Gedanken, anderen geht es ähnlich. Diese Zukunft sollen wir in Gruppen bildhaft umsetzen. Das passiert zum Beispiel so:

Danach heißt es wieder positiv denken. Wir bereiten eine Modenschau vor und entwerfen aus unseren persönlichen Vorzügen der Demokratie ein Kleidungsstück für ein Topmodel. Sehr lustig, trotzdem inhaltlich tiefgehend. Spannende Diskussionen über die Umsetzung in den unterschiedlichsten Arbeitswelten schließen sich an, die sich über das Mittagessen hin fortsetzen.

Letzter Workshop, wieder neue Leute, zumindest zum Teil. Erkenntnisse, Handlungsansätze und ungelöste Fragen werden zusammengetragen.

Die Liste der offenen Fragen ist deutlich länger als die der Erkenntnisse. Manchmal lässt sich nicht einmal das trennen. Wir sind uns einig, dass Demokratie etwas Gutes ist, gleichzeitig ist sie aber nicht statisch. Über ihr Wesen und ihre Umsetzung muss immer wieder gerungen und diskutiert werden.

Dazu habe ich jetzt wieder Lust. 😊Und der Zug… hat schon wieder Verspätung. Aber wir fahren an Fluss und Weinbergen entlang. Das stimmt versöhnlich.

7 Kommentare

  1. Ich hab’s nur fotographiert, aber du hast es natürlich erkannt! Die Statue steht vor dem Caricatura Museum in Frankfurt. Zitat aus der Info: „In der Dauerausstellung werden die Werke der Zeichner der Neuen Frankfurter Schule gezeigt. F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F. K. Waechter ist jeweils ein Kabinett gewidmet. Um möglichst viele Bilder der Öffentlichkeit zeigen zu können, sowie aus konservatorischen Gründen werden die Zeichnungen regelmäßig ausgetauscht. Die Arbeiten von F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth und Hans Traxler sind aus den Beständen des Museums. F. K. Waechters Bilder werden in Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Busch-Museum Hannover gezeigt.“

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    1. Vielen Dank! Ja, im Wilhelm-Busch-Museum Hannover wurden die Werke von Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule auch schon gezeigt. Das Caricatura Museum Frankfurt kenne ich leider nicht. Aber um nicht ganz vom Thema abzulenken, das scheint eine lohnende Fortbildung gewesen zu sein.

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