Blick ins/aufs Grüne

Sonntagmorgen, das Mönchehaus steht auf der Liste. Leider keine Führung diesmal. Als wir aber eintreffen, erfahren wir, dass es ein Künstlergespräch mit dem Kaiserring-Stipendiaten geben wird. Das ist ja noch viel besser!Andreas Greiner ist auch schon vierzig, tritt aber auf mit der sympathischen Anmutung eines 25 Jährigen. Ihm geht es viel um Mensch, Zukunft, Natur und deren Zusammenhang. Freimütig erzählt er von einem seiner ersten Projekte, nämlich der naiv gedachten Befreiung von Huhn Heinrich und dessen Verfrachtung auf einen Biohof. Etwa drei Monate verbrachte das Huhn mit den viel zu großen Füßen auf dem Hof, bevor es, wissenschaftlich erwiesen, an einem Herzinfarkt verstarb. Im Anschluss entwickelte er aus den im 3-Drucker nachgebildeten Knochen eines Huhns ein überdimensionales Skelett.

Der Künstler setzte sich auch viel mit dem Wald auseinander, unter anderem mit dem Hambacher Forst sowie, der fachlichen Meinung meines Mannes nach etwas unausgegoren, mit bildgebenden Verfahren des Rasterelektronenmikroskops.Eine größere Installation zeigt kleine Waldpflanzen am Tropf, es sieht aus wie eine Mischung aus Science Fiction und Frühchen – Station. Alles sehr spannend. Die Kaiserring- Trägerin selbst, Barbara Kruger, Feministin und Medienkritikerin, gab uns mit ihrer plakativen Kunst noch einiges zum Nachdenken mit.Und unsere neuen Freunde haben wir auch wieder getroffen. Wir freuen uns auf das nächste Jahr 😊

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