Zuverlässig die Technik ist

Kein Drumherum-Gerede diesmal. Wer den letzten Teil noch sehen will, warte auf meinen nächsten Beitrag. Sehr viele Star Wars-Anhänger finden sich nach meiner Einschätzung aber nicht in der werten Leserschaft dieses Blogs. Möge die Macht trotzdem mit euch sein…

KINO-UPDATE. Vor 42 (sic!) Jahren begann die Geschichte dieser epischen Saga in einer weit, weit entfernten Galaxis und begleitet mich also schon das ganze Leben. Die Musik von John Williams kennen auch alle Nichtfans, besonders das Darth Vader begleitende Thema. Es ist die musikalische Verkörperung von Nazi-Kitsch und allem sich selbst weihevoll erhöhendem Bösen. Dieser Böse, um jetzt endlich zum Film zu kommen, ist Kylo Ren, der eiskalte Vatermörder und kommende Herrscher über die Welten. Dieser Rolle entsprechend rennt, kämpft, humpelt oder steht Adam Driver schwarz gewandet und mit brummigem Gesicht. Er ist der düstere Gegenpart zur tapferen, drahtigen Jungfrau von Orleans, die hier aber Rey heißt und aggressive, verwundete Riesenschlangen durch Handauflegen zu heilen vermag. Beide, also Ren und Rey, verstehen sich bestens auf den Kampf mit dem Lichtschwert, aber da ist noch viel mehr, was die beiden verbindet, obwohl sie gegnerischen Mannschaften angehören. Das scheint zunächst ein Problem zu sein, denn wie soll Rey mit ihrer bunten zusammengewürfelten Truppe das gleichförmige Böse bekämpfen, wenn ihr Bruder im Geiste sie überall aufspüren kann? Als die beiden aufeinander treffen und sich beinahe töten, muss sich von Ferne per Gedankenübertragung Mutter Lea einschalten. Danach winken aus dem Yedi-Jenseits noch einmal Han Solo und Luke Skywalker recht freundlich. Sämtlich aus Sümpfen emporgehobene Raumschiffe funktionieren tadellos, trotz Schlamm und Algen. So kann die Angelegenheit in Der Aufstieg Skywalkers dann endlich zu einem angemessenen Ende gebracht werden. Puh, geschafft. Jetzt kann man mit Muße alle Teile noch mal von vorne in der richtigen Reihenfolge sehen und muss sich nicht darüber sorgen, dass Disney womöglich das Ende versaut.

Mein persönliches Highlight war ein neues Familienmitglied bei den Robotern, eine Art Fön auf Rollen.

9 Kommentare

  1. Also dein Beitrag motiviert mich jetzt genau das zu tun, alle Teile schauen. Als Star Wars damals ins Kino kam durfte ich nicht gehen, weil ich noch „zu jung“ war. Danach hat es sich nie wieder ergeben. Also besser spät als nie.

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  2. Vor 42 Jahren führte unser Kunstprofessor in den Film. Ich war fast erschlagen von den Bildern, die man so noch nie gesehen hatte. Zuvor hatte nur Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum derart neuartige Bilder in die Welt gebracht. Leider lässt sich der erste Eindruck nicht toppen, wenns weitergeht wie zuvor. Bei allem, was noch kam in der Starwars Saga war ich nur tödlich gelangweilt. Von der neusten Folge habe ich Trailer gesehen, was mir reicht. Witzig finde ich, dass ein Zitat nahezu Topos geworden ist: „Nein, ich bin dein Vater!“

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    1. Wenn einem die Figuren nicht ans Herz wachsen, braucht man den Rest vielleicht nicht.
      Kubrick lieferte die philosophische Variante, Star Wars ist ein Märchen, dessen Versatzstücke sich genregemäß wiederholen müssen. Das kann vielleicht auch langweilig werden. Wobei, ich wiederhole mich, ein Potrace sollte man mal gesehen haben. 😎 Diese Abstammungs-/Vorbestimmungs-/Vaterangelegenheit ist in zahlreichen satirischen Repliken und komischen Haudrauf-Filmen verulkt worden. Fand ich zum Teil auch nervig, bin ja eher Trekkie.

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