Wünschenswertes

Ein langes Wochenende steht bevor, das ich schön gleichmäßig in Arbeit und Freizeit aufzuteilen gedenke. Der Freizeitteil wiederum sollte zu 3/4 aus reinem Unterhaltungsprogramm wie etwa dem Lesen von für den Unterricht absolut unbrauchbaren Büchern bestehen. Vor unbrauchbaren Filmen sei gewarnt, mit denen man seine Abende verbringen könnte. Den ersten haben wir gestern Abend schon erledigt.

KINO-UPDATE. Also das Ambiente stimmte. Im Abspann war zu lesen, dass die Fiji-Inseln als Drehort herhalten mussten. Die sind so schön, dass auch das dümmste Drehbuch die Optik nicht weiter beeinträchtigt. Der Abspann lieferte außerdem die Information, der Film beruhe auf einer Fernsehserie. Den Weg gibt es ja auch umgekehrt, vom Kino in die Serie. In diesem Fall wäre aus der Serie dann nichts geworden… Dabei ist die Grundidee gar nicht so schlecht. Eine Gruppe von Wohlstandsmenschen landet auf FANTASY ISLAND. Zwei ungleiche Brüder einer schwul, einer hetero mit Hang zu seiner letzten Beziehung, wollen es mal so richtig krachen lassen. Ein dritter junger Mann wünscht sich als echter Held und Soldat bei einem Einsatz dabei zu sein. Eine Frau bereut, nicht die Liebe ihres Lebens geheiratet zu haben. Eine andere, jüngere hat das Mobbing aus ihrer Highschool – Zeit noch nicht überwunden. Alle kommen auf die Insel (man erfährt aber nicht, wo sie diesen exklusiven Urlaub gebucht haben), um ihre geheimen Fantasien dort erfüllt zu bekommen. Man ahnt schon, dass die Sache nicht so glatt läuft. Mit mehr oder weniger, meistens weniger, Grusel- und Schockelementen werden die erfüllten Fantasien zu Albträumen, in denen Zombies und heiliges Wasser eine ungeklärte Rolle spielen. Natürlich stellt sich heraus, dass alle Urlauber etwas gemeinsam haben, sie sind Schuld am Tod eines jungen Mannes, in dessen Fantasie sie selbst eine Rolle spielen. Dann wussten Drehbuchautor und Regisseur auch nicht mehr so richtig weiter, schaffen aber irgendwie, wenigstens die Hälfte der Leute wieder wohlbehalten von der Insel zu bekommen. Die haben zwar in einem wirklich schlechten Film mitgemacht, aber dafür hatten sie bestimmt eine nette Zeit auf den Fijis. Dafür hätte ich es auch gemacht.

4 Kommentare

  1. Das „Lesen von für den Unterricht absolut unbrauchbaren Büchern“ ist eine wichtige Schutzmaßnahme. Trotzdem ertappte ich mich auch bei solchen Büchern, dass ich erwog, ob eine Idee oder ein Sachverhalt für den Unterricht zu gebrauchen wäre. So richtig unbefangen lese ich erst seit meine Pensionierung. Allerdings tritt an die Stelle des Unterrichts manchmal das Blog. 😉

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  2. Als ich übrigens bei der Kritik, nach dem fettgedruckten Titel des Films weiter las, verdrehten sich mir ob der Beschreibung der Figuren sogleich die Augen und ich wusste, dass ich diesen Film niemals anschauen werde. Meine Sturheit ließen mich den Beitrag dann doch zu Ende lesen, vielleicht kann ich das ja mal im Unterricht…

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