Ruinöses

In der zum Nachmittagstee mit Scones sehr geeigneten Schmonzette von Lucinda Riley geht es unter anderem um eine alte Dame, die das Gärtnern liebt, aber von den erforderlichen Renovierungsarbeiten am ehrwürdigen Herrenhaus finanziell und arbeitsmäßig überfordert ist. Zur Zeit steht die Lösung im Raum, das Admiral House quasi zu entkernen und in schicke Eigentumswohnungen umzubauen. Ich bin mit dem Roman noch nicht durch, kann mir aber nicht vorstellen, dass die Autorin ihrer Leserschaft derartiges zu akzeptieren abverlangt. Mickey Pearson hat eine andere, viel geschmackvollere Idee. Er bietet den Besitzern der schönen Bruchbuden eine Miete an und lässt in den großräumigen Gewölbekellern Cannabis von allerbester Qualität produzieren.

KINO-UPDATE. Genau genommen ist Regisseur und Produzent Guy Rietchie auf diese Idee gekommen. Sie bewahrt die armen Adligen vor dem Verschenken ihres Hauses an den National Trust oder dem sündhaften Verscherbeln an einen Immobilienhai. Sein Alphamännchen-Protagonist wird gegeben von Matthew McConaughey. Der hat mit dem Anbau und Verkauf Millionen verdient, möchte sein Imperium verkaufen und sich mit Alphaweibchen Rosalind (schön, schlank, zielsicher Michelle Dockery) ins Private zurückziehen. Warum das keine einfache Angelegenheit ist, erklärt ein schmierig-gieriger Privatschnüffler (endlich mal Hugh Grant ohne treudoofen Augenaufschlag) so blutig, witzig und absurd, dass man sich THE GENTLEMEN keinesfalls entgehen lassen sollte.

Fazit: Vom Intro bis zum Abspann ein Film, der das Medium bestens präsentiert. Dafür geht man ins Kino. 😊

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