Halbes

Das geplante Picknick wurde zu einem halben. Zu Hause gab es Champignon-Tomaten-Risotto und marktfrischen Kabeljau. Das Dessert, Erdbeer-Quarkcreme, verzehrten wir in Vorfreude auf den Film im Auto. In diesem Zusammenhang lässt mein Mann darauf hinweisen, dass er das kleinere Glas hatte und dieses auch nur zur Hälfte gefüllt war.

Nicht mehr als halbvoll war wohl die Autobatterie, denn im Abspann verließ uns das Autoradio und wir konnten nicht fahren. Aber professionelle Starthilfe durch den ADAC war vor Ort. Klasse, danke! Die Organisation war hervorragend und pünktlich zum Start hörte auch der Regen auf, der ansonsten dringend erwünscht ist.

KINO-UPDATE. Technik killt Magie. So könnte man wohl den Einstieg in das Filmgeschehen zusammenfassen. Kein anstrengender Zauber wird benötigt, um ein Feuer zu entzünden, das einen Raum erhellt. Man betätigt einen Schalter und das Licht geht an. In einem Zeitraffer wird klar, dass Zentauren sich in Autos quetschen statt zu galoppieren, Feen nicht mehr fliegen, weil es Flugzeuge gibt und Drachen zu kleinen Haushunden geworden sind.

In dieser magiereduzierten Welt leben die Elfenbrüder Ian und Barley Lightfood mit ihrer Mutter. An den Vater können sich die beiden kaum noch erinnern, er starb, als die beiden noch sehr klein waren. Zum sechzehnten Geburtstag Ians holt die Mutter ein Geschenk des Vaters vom Dachboden. Ein Zauberstab und ein magischer Stein können den Vater, der so gern erlebt hätte, was aus seinen Söhnen wird, für 24 Stunden zurückholen. Der Zauber gelingt, zunächst aber nur halb. Der Vater erscheint von den Schuhen bis zum Gürtel, der Oberkörper fehlt. Der Zauber muss noch einmal durchgeführt werden und dafür braucht man einen weiteren magischen Stein…

Wie wunderbar ausdrucksstark Füße und Beine sein können! Wie witzig unniedlich kleine Feen sind, wenn sie als Motorrad-Gang unterwegs sind! Wie gut es ist, wenn man einen Bruder hat, auch wenn er schrecklich nervt!

Fazit: Es waren (Not kennt kein Gebot) keineswegs nur Familien in den Autos, obwohl es sich bei Onward: Keine halben Sachen um einen klassischen Familien-Animationsfilm der Pixar-Studios handelt. Auch die Großen dürften es nicht bereut haben. Wir hatten unseren Spaß!

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