15 Kommentare

  1. Ach ja, das überflüssige Apo’stroph! Was könnten Druckerpatronen ge’spart werden, wenn die Leute nur eine Ahnung davon hätten, wie’s nach Duden richtig angewendet oder eben weggelassen werden müsste. 😉

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  2. Anfang der 90er hatte ich als Student einen merkwürdigen Job: Ein- bis zweimal pro Woche wurde ich zusammen mit 15 anderen Studenten abends zu einem Kaiser’s Supermarkt im Rheinland gefahren. Sobald das Geschäft geschlossen hatte, bekamen wir einen bestimmten Regalabschnitt zugeteilt und machten Inventur, das heißt: Es wurde gezählt. Ich bin sicher, daß einige meiner Kollegen oft großzügig geschätzt haben. Besonders viel Wert wurde darauf gelegt, daß die Spirituosen richtig gezählt wurden, während man bei Tütensuppen ein schnelles Resultat erwartete. Auch wurde das Ergebnis dadurch verfälscht, daß sich einige illegal im Süßigkeitenregal bedienten, um sich zu stärken – sowas habe ich natürlich nie gemacht (Fioretto Marzipan gab es damals schon, daran erinnere ich mich merkwürdigerweise genau;-). Nach drei bis vier Stunden war der Spuk vorbei und wir wurden wieder nach Hause gefahren. Auf diese Weise habe ich bestimmt über hundert Kaiser’s Supermärkte zwischen Düsseldorf und Bonn besucht. Mir kam das immer sehr bizarr vor, aber es wurde ganz gut bezahlt, und da es immer abends war, verpaßte man keine Seminare.

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    1. Den Inventurjob habe ich als Schülerin und Studentin auch schon gemacht, nicht bei Kaiser’s, dachte aber, das sei nur etwas für den Jahresabschluss. Wahrscheinlich wurde da richtig viel geklaut. Gut, dass ihr Studenten durch die Zählerei da auch noch nachgeholfen habt 😉

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  3. Um etwa 2000 herum gab es in Aachen-Burtscheidt noch zwei Supermärkte von Kaisers. Ich habe da gerne eingekauft. Prima, was du zu Marke und Logo recherchiert hast. Auch deine Anmerkung zum Apostroph finde ich erhellend. Da zeigt sich, dass Orthographie und Zeichensetzung sich wandeln, dass es also kein endgültiges Richtig oder Falsch gibt, sondern nur übliche Gebrauchsweisen. Mich regt es auf, wenn manche ihren Mitmenschen den Duden um die Ohren hauen. Desgleichen finde ich es schändlich, jemanden einen Deppen zu nennen (wie in den Prägungen „Deppenapostroph“ und „Deppenleerzeichen“), weil er etwas nicht weiß, was professionelle Schriftbenutzer wissen bzw., wissen sollten, denn sie allein haben Vorbildfunktion.

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      1. Es ehrt dich, liebe Andrea. Nicht viele unserer Kolleginnen und Kollegen halten sich vor Augen, dass die Orthographie, die sie lehren und sanktionieren, nur die gegenwärtig gültige Konvention ist. Wie veränderlich diese Konvenzion ist, lässt sich an unserer Orthographiegeschichte ablesen.

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