Woodyges

Wir haben an sonnigen Samstagabenden schon einsamer im Kino gesessen. Etwa sechs weitere Menschen, großzügig über den Saal verteilt, freuten sich mit uns über die Wiedereröffnung des Kinos. Endlich mal was anderes. Den größten Unterschied zum Sonnenwochenende im beschaulichen Münsterland machte schon der Titel: A rainy day in New York.

KINO-UPDATE. Was sich anhört wie Woody Allen ist Woody Allen. Der junge und viel zu reiche Gatsby (!) Welles studiert vor sich hin und wirft seinen Eltern vor, snobistische Langweiler und Kulturterroristen zu sein. Er verbringt seine Zeit mit Klugschwätzen (Note 1+) und Pokern (dito). Timothee Chalamet gelingt es, den jungen Mann trotzdem gar nicht so unsympathisch erscheinen zu lassen. Er ist außerdem ehrlich und wahrhaftig verliebt in Mitstudentin Ashleigh (ebenfalls reich, aber Landei aus Arizona). Er möchte seiner Freundin, gespielt von Elle Fanning, die große Stadt zeigen. Sie darf nämlich für die Studentengazette den großen Regisseur Roland Pollard interviewen und ist schrecklich nervös. Als die beiden in Big Apple angekommen sind, beginnt der typische Allen-Reigen, der dazu führt, dass die Zuschauer über die Figuren und diese über sich selbst Dinge erfahren, mit denen sie nicht gerechnet haben. Oft melancholisch, meistens humorvoll, manchmal etwas dick aufgetragen. Aber immer mit schöner Beleuchtung.

Fazit: Für Fans von Liedern einsamer Pianisten in Bars, NY-Liebhaber und Menschen, die an Happy Ends glauben.

 

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