Ikonisches

Zwar gab es auch schon Zauberer vor ihm. Und Internatsgeschichten. Und böse Gestalten, die anderen nach dem Leben trachten. Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat, nicht mag und die Filme ignoriert, kennt man vermutlich sein Gesicht, das ja eigentlich Daniel Radcliffe gehört. Er ist Harry Potter und Harry ist Daniel. Wie schwer es ist, sich als Schauspieler aus einer Rolle zu befreien, zeigen auch die Bemühungen von Schönvampir Robert Pattinson, der sich schwierige, abstruse Rollen in intellektuellen Filmen sucht, um die glitzernde Unsterblichkeit loszuwerden. „Wie krieg‘ ich die Narbe von der Stirn?“, fragte sich Radcliffe und ließ sich dafür jetzt Narben an den Händen verpassen.

KINO-UPDATE. Unsereinem sagt der Titel GUNS AKIMBO nicht so viel, außer dass vermutlich rumgeballert wird. Das Internet verrät, dass es sich um einen Begriff aus der Computerspiel – Szene handelt, der das beidhändige, gleichzeitige Benutzen zweier gleicher Waffen bezeichnet. Wieso kommt der harmlose, verlotterte Programmierer Mike, der Gewalt ablehnt und noch nicht einmal Fleisch isst, dazu, mit zwei Knarren herumlaufen? Tja, wie in seinem früheren Leben ärgert seine Existenz die übermächtigen Bösen. In diesem Fall nicht Du-weißt-schon-wer, sondern die Macher von SKIZM. Die veranstalten mit voller technischer Unterstützung, was man auch bei Running Man vor etwa 30 Jahren sehen konnte. Ein geiferndes Publikum verfolgt auf Leinwänden einen Kampf auf Leben und Tod. Ist hier auch so, nur, dass das Publikum sich vor Handys, Tabletts, im Büro oder in Internet-Cafés den Spaß live und in Farbe ansieht. Wo war ich? Mike/Daniel mit Flausbart und Tigerpantoffeln legt sich mit den Bösen an und kriegt zur Strafe an jede Hand eine Pistole geschraubt. Seine Gegnerin ist die bisherige Favoritin Nix (Samara Weaving). Um den Druck auf den Schlaffi zu erhöhen, entführt man zusätzlich seine Freundin Nova (Natasha Liu Bordizzo). Und dann macht Daniel/Mike, was er schon seit eh und je macht : widerwillig den Kampf gegen eine Übermacht aufnehmen.

Fazit: Für Gamer vermutlich eher dezent belustigend, sprich lame. Für mich eine schöne Fortbildung in der Bildersprache der jüngeren Generation. Eine beiläufig daherkommende Übergewalt, begleitet von vielen komischen Seitenhieben, die dem Film das Etikett Actionkomödie eingebracht hat. Eher wohl nicht für die werte Leserschaft dieses Blogs geeignet. Andererseits, wer mal wieder was sehen möchte, wo es richtig zur Sache geht..😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s