Himmlisches

Unsere Leihräder sind da, nachdem sie zuerst nicht da waren, der Himmel ist blau und wir starten.

Einige Säulenheilige auf der alten Mainbrücke sichern uns gutes Geleit zu.

Ein von Bäumen beschatteter Weg, gesäumt von Wiesenblumen, Schrebergärten, Getreidefeldern und Weinbergen führt uns in den Himmel.

Nämlich nach Himmelstadt, wohin zum Beispiel die Weihnachtspost ans Christkind geht. Weihnachts- und Weinstadt nennt sich der Ort. Die Post hat entlang des Wegs eine Ausstellung der schönsten Blumen – und Weihnachtsmarken installiert.

Auch einen Weinlehrpfad hat man eingerichtet, die Trauben dürfte man sogar probieren, aber sie sind natürlich längst nicht reif.

Zur Mittagspause sind wir in Karlstadt. Neben einem pittoresken Stadtbild sind in der Kirche mittelalterliche Kunstwerke von Weltrang zu bestaunen. Asche auf mein Haupt, aber vor der Stadtführung in Würzburg sagte mir der Namen Riemenschneider nicht so viel.

Besonders sind der Treppengiebel und ganz oben im Fenster das Schwedenmännle, das alle zwei Stunden seine Trompete bläst.
Die Nikolausfigur des berühmten Riemenschneiders, echt richtig alt.
Auch einen Blick wert : die barocken Details in der kleinen Stiftskirche.

Ein großer Salatteller gibt uns Schwung für den nächsten Teil.

Am Nachmittag landen wir in Gemünden und finden im so genannten Klein-Venedig schnell noch einen Cache.

Mehr zu Gemünden noch morgen. Inzwischen haben sich meine Nerven beruhigt und ich kann noch das KINO-UPDATE nachliefern.

„Himmlisches“ passt zum Film nicht so gut, denn Unhinged mit dem deutschen Zusatz Außer Kontrolle ist alles andere.

Ein sowohl völlig aus der Form als auch aus der Fassung geratener Russell Crowe ist in seinem Leben schon viel zu viel Auto gefahren. Aber abgesehen davon ist er auch sonst total gestört.

Ich fange noch mal anders an: Wenn man pünktlich aufsteht, das Handy mit einem Passwort absichert, sein Leben einigermaßen auf die Reihe kriegt und aggressiven Autofahrern möglichst wenig Fläche bietet, wird das Leben leichter und sicherer.

Rachel schafft das aber nicht und trifft im Stau auf diesen Typen, der ihr dann mal eine Lektion erteilen will. Das macht Crowe als ausgebildeter Gladiator mit kaltschnäuziger Brutalität. Da ich mich vor solchen Menschen sehr grusele, konnte ich zwischendurch nicht hinsehen und musste mir die Ohren zuhalten. Dabei bin ich einiges gewohnt. Also definitiv kein Film für schwache Nerven. Das Intro zeigte zusammengeschnitten viele Szenen von zunehmender Aggression im Straßenverkehr. Diese allgemeine Zivilisationskritik fand ich für den etwa 80 Minuten-Streifen dann doch überhöht. Aber den Drink im Anschluss hab ich gebraucht. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht.

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