Plastisches

Eine kurzfristige Verfransung zwischen Kleinheubach und Großheubach ist schnell behoben. Schwupps radeln wir wieder gut aufgehoben zwischen Fluss und Weinbergen daher und dahin.

Blick von der Brücke bei Klingenberg.

Um die Zeit der Mittagspause lockt Obernburg mit seiner römischen Geschichte. Allerdings macht das Museum erst am Nachmittag auf, wie doof. Die Lokale heißen zwar zwecks Ambiente Taverne, aber ansonsten mangelt es an diesem. Schnell noch ein Foto, dann geht es weiter.

Durch die Blume – der Almosenturm aus dem späten Mittelalter.

Als nächstes steht Großwallstadt auf den Hinweisschildern, was meinen Mann zu Erzählungen über seine Handballidole bewegt. Beim örtlichen Italiener können wir das vertiefen.

Immer wieder schön – Ruhebänke und bunte Wiesen.

Plötzlich sind wir schon am Etappenziel, upps, das ging aber schnell. Wir werfen einen Blick auf und in die Stiftskirche – das Museum hatte auf, macht aber sofort zu. Kennen wir ja schon.

Radeln wir zum Schloss, liegt quasi nebenan. Das Museum hat noch eine Stunde auf, unter anderem ist eine Korkausstellung zu sehen. Ich denke an meine Kindergarten – Korkmännchen, mein Mann an kleine Boote. Das Wetter ist fantastisch, im Museum ist kein Mensch. Ja, das ist doch was für uns! 😉

Nach coronabedingten Umständlichkeiten betrachten wir zuerst die Geschichte des Schlosses, dass im zweiten Weltkrieg komplett zerbombt worden war.

Foto vom Foto des zerstörten Schlosses.
Innenhofanblick heute Nachmittag.
Detail am Schlosstor.

Dann kommt der Kork. Zuerst lerne ich ein völlig neues Wort: Phelloplastik. Mitte 1850 wurde ein neues Hobby aus der Taufe gehoben, der Nachbau antiker Bauwerke aus Kork. Wahrhaft meisterlich waren darin der fürstliche Hofkonditor Carl May und später auch sein Sohn Georg. Diese beiden haben alles nachgebaut, was in der Antike Rang und Namen hat,detailliert bis hin zur Fugenweite.

Fast wie im alten Rom – größtes Korkmodell der Welt.

Bei den Modellen halten wir uns länger auf, so dass der Mitarbeiter schon ungeduldig wird. Er schickt uns in die nächste Abteilung. Die Frau dort ist sehr nett, findet aber, wir sollten lieber die letzte Viertelstunde noch für die Vorführung in der Schlosskapelle nutzen. So?

Schnellen Schrittes sehen wir uns die Ausstellung zur Einrichtung an und steigen zur Kapelle hinab.

Zierkopf des fürstlichen Schlittens.

Der Mitarbeiter in der Kapelle ist gar nicht so froh über den Besuch. Aber schließlich schaltet er die Präsentation doch noch an. Wir bekommen eine lichtunterstützte Erklärung zum Altar von Hans Juncker aus dem Jahr 1614.

Wahrhaft beeindruckend, aber dem können wir nicht in der Kapelle nachgehen, denn hinter uns wird abgeschlossen. Am Haupteingang wartet die Angestellte, damit wir noch schnell unsere Rucksäcke aus dem Schließfach holen können. Na, so lohnende 3,50 haben wir schon lange nicht mehr ausgegeben.

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