Tüte der Woche Nr. 46

Das ist doch ein Tag, an dem man die heißgeliebte Jeans wieder tragen kann, ohne dass der Schweiß gleich penetrant aus allen Poren dringt. Und so beschließe ich mit dieser Tüte meine kleine Jeans/Amerika-Reihe, die hiermit begann.

Die Fakten:

Breite 35,5 cm. Höhe 44,5 cm.

Die Vorderseite und die Rückseite sind gleich. Farblich hat die Tüte eine kleine Sonderstellung in meiner Sammlung, sie ist nämlich überwiegend transparent.

Soll bestimmt die neidischen Blicke der Passanten wecken – Durchguckplastik.

Die Gestaltung ist eher schlicht, drei längliche Schilder fallen auf, gleichmäßig über die Fläche der Tüte von links oben nach rechts unten verteilt.

                                                 Hier einmal der Jeans Palast auf kirschrotem Hintergrund.
                                                 Selbiges auf Grasgrün.

Der Hintergrund fällt mir auf, da er keineswegs zur Jeans und schon gar nicht zum Begriff Palast passen will und mich an meinen Mathematikunterricht erinnert. Das Lexikon der Mathematik beschreibt die Kästchen wie folgt:

.. mathematisches Papier, dessen orthogonal aufeinanderstehende Koordinatenachsen als lineare Funktionsleitern ausgebildet sind, und das im Abstand von – hier jeweils 1 cm – achsenparallele Geraden aufweist.            Usw.., mir wird gerade ganz schwummerig.

Wo war ich? Ach ja, Jeans. Der Jeans Palast (Wie kommt man auf diese Kombination?) ist ein ursprünglich Nachkriegskind. Familie Görgens gründete 1948 in Köln einen Textilhandel, den Sohn Berthold Görgens 1979 übernahm. Schnell wurde aus dem Unternehmen eine Gruppe, bei der Recherche erfahre ich, dass man von einem Multilabel – Filialisten spricht. Zum Unternehmen gehören ebenfalls Elb, Kult, Planet, Steinbruch sowie Olymp und Hades. Insgesamt ist die Gruppe mit gut 80 Filialen in etwa 60 Städten vertreten. Nicht nur Jeans, sondern jede Art von Mode, vorzugsweise aber für ein jüngeres Publikum, wird hier verkauft. Die Unternehmensführung ist inzwischen auf Sohn Thorsten Görgens übergegangen, während sich sein Vater unter anderem dem Mäzenatentum widmet. Im Netz finde ich einen Artikel, indem nett beschrieben wird, dass Görgens Senior dem Künstler HA Schult ein Museum einrichten wird, ein bekanntes Projekt sind die Trash Skulpturen, entstanden aus Müll. So liegen Jeans, Kunst und Müll näher beieinander als gedacht.

Künstler – Kunst – Mäzen

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s