2 Kommentare

  1. Dein Beitrag zeigt mal wieder, wieviel Recherche hinter dem Projekt „Tüte der Woche“ steckt. Ich bin inspiriert durch deinen Hinweis auf „Geschäftsbücher.“ Da scheint mir eine Ähnlichkeit vorzuliegen zu den Sudelbüchern Lichtenbergs, die er sich bei den Kaufleuten abgeschaut hatte:
    „Die Kaufleute haben ihr Waste book (Sudelbuch, Klitterbuch glaube ich im Deutschen), darin tragen sie von Tag zu Tag alles ein was sie verkaufen und kaufen, alles durch einander ohne Ordnung“, bevor sie es dann systematisch in „Journale“ übertragen. .Er schreibt:„Wenn jemand alle glücklichen Einfälle seines Lebens dicht zusammen sammelt, so würde ein gutes Werk daraus werden. Jedermann ist wenigstens einmal im Jahr ein Genie. Die eigentlichen so genannten Genies haben nur die guten Einfälle dichter. Man sieht also, wie viel darauf ankommt, alles aufzuschreiben.“ und weiter: „Schmierbuchmethode bestens zu empfehlen. Keine Wendung, keinen Ausdruck unaufgeschrieben lassen. Reichtum erwirbt man sich auch durch Ersparung der Pfennigs-Wahrheiten.”

    Die schwarzen Notizbüchlein von Brunnen liebe ich übrigens sehr.

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    1. Zu Beginn der Reihe habe ich mich ja eher auf die reine Beschreibung fokussiert, aber die zunehmend interessanten Erfahrungen mit den Geschichten hinter den Tüten haben die Recherche zum Schwerpunkt werden lassen. Die von dir so kenntnisreich vorgestellten Sudelbücher haben tatsächlich viel Ähnlichkeit mit den ganz alten Geschäftsbüchern.

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