Abgefischtes

Fortsetzung des kulinarischen Beitrags. 15 Uhr am Hafen von Le Guilvinec, dem drittgrößten Fischereihafen in Frankreich. Wir treffen Tiphaine zu einem Blick hinter die Kulissen. Zuerst erklärt sie uns allerhand über die Schleppnetz – Fischerei. Eine harte Arbeit für die Fischer, die nachts gegen 3 auslaufen und am Nachmittag in den Hafen zurückkehren, wobei wir gleich zusehen werden. Nur Edelfische würde man hier fangen – einen Beifang zwischen 20 und 30 % finden wir aber doch bedenklich viel und können die Beschränkungen durch die EU-Bürokratie verstehen.

Das sind „die Guten“, kleine Boote, bei denen mit Leine und Korb gefischt wird.

Tiphaine hat noch eine Überraschung auf Lager, vor dem stimmungsvollen Getränk in einer Fischerkneipe und dem weiteren Programm erhalten wir exklusiven Zutritt und Infos von Patrick der auf dem Hafen – Rettungsschiff arbeitet.

Etwa 50 Mal pro Jahr wird das Schiff angefordert. Wenn alle Luken geschlossen sind, kann es sogar eine Rolle machen und ist auch bei sehr schwerer See unsinkbar.

Dann steigen wir auf die Plattform und beobachten, wie aus allen Richtungen die Boote in den Hafen einlaufen.

Sehr schnell muss der Fisch ausgeladen werden, dabei helfen täglich Rentner, die als Entlohnung ein Tütchen des Tagesfangs bekommen.

In der Auktionshalle geht es ruhig zu. Die Bieter sind entweder per Internet verbunden oder haben in der Halle einen kleinen Sender um den Hals. Der Preis der Ware richtet sich streng nach Angebot und Nachfrage.

Leinenfang mit Zertifizierung – allerhöchste Qualitätsstufe.
Gleiche Fischsorte, gute Qualität, Schleppnetz. Etwas zerrupft, der Arme.

Dann bekommen wir noch Seespinnen und einen kleinen Seeteufel vor die Linse.

In der Auktionshalle wird schnell gearbeitet, schon wird der Fisch auf Eis gelagert und verladen, die Lieferwagen stehen mit offenen Klappen bereit.

Wir sind bereit für das Abendessen und kochen frische Kaisergranaten, Tiphaine zeigt uns die richtige Art des Knackens.

Dann werden Galettes zubereitet, das sind die dunklen Crepes mit Buchweizenmehl. Ich stelle mich nicht so geschickt an, meine Achtung vor der Mitarbeiterin in der Plätzchenbäckerei steigt nochmal deutlich.

Mit bretonischem Kuchen findet der Abend einen süßen Abschluss.

Mehr als das kleine Stück ging nicht mehr rein.

Danke Tiphaine für diesen spannenden Nachmittag und schönen Abend!

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