Befreites

Passt jetzt nicht zum Titel, dass wir gestern Abend auf dem Weg zum Cineplex erstmal hauptsächlich standen. Münster quoll über. Rechter Hand ein Send – große Herbstkirmes – der seinen Namen nicht nur verdient, sondern auch noch gegen die örtlichen Gepflogenheiten bei gutem Wetter stattfindet. Linker Hand massenhaft Menschen in größeren und kleineren Gruppen, beladen mit Einkäufen. Wie befreit – und fast wie früher. Endlich am Kino angekommen, quetschen wir uns, dank fürsorglicher Nachfrage meiner Mutter in eine enge Parklücke, gerade passend für ein sehr kleines Auto.

KINO-UPDATE. Es geht wieder los! Die Metropolitan Opera New York, gegründet 1883, hat nach der längsten Auszeit in ihrer Geschichte den Betrieb und so auch die Live-Übertragungen von der Bühne in den Kinosaal wieder aufgenommen. Basierend auf den Memoiren des schwarzen US-Journalisten Charles Blow wird eine ernsthafte, rührende Geschichte erzählt, verbunden mit einer Aktualität, wie man sie so in der Oper sicherlich noch nicht gesehen hat. Komponist Terence Blanchard zeigte sich im Pauseninterview bewegt und stolz, der erste dunkelhäutige Komponist zu sein, dessen Werk auf die Bretter der MET findet.

Was das Publikum von dem Werk hielt, zeigte sich im ausdauernden rauschenden Schlussapplaus und dem Konfettiregen. Eine überwältigende Kulisse, die nicht nur die Hauptdarsteller, sondern uns gleich mit zu Tränen rührte. Befreiend. Auf dem Rückweg hatten wir dann auch grüne Welle.

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s