Notoperiertes

Wer wann diese OP an mir und meinem Leben vorgenommen hat, kann ich nicht sagen. Fest steht aber, dass mir ein höchst wichtiges Organ entfernt wurde. Meine in vielen Jahren intensiv genutzte Fähigkeit, mit vielen Aufgaben quasi hemdsärmelig zu verfahren und dabei weder übermäßig gestresst zu sein noch Pfusch abzuliefern, ist mir anhanden gekommen. Wer war das? 😡 Ich hatte keine Einwilligung zu diesem Eingriff erteilt. In dieser Woche daher auch keine Tüte, vermutlich auch nicht in der nächsten. Also sowas. Aber im Kino waren wir am Wochenende gewesen. Ein völlig Oscar-freier Film und somit zum Glück auch ohne Will Smith. Den wollte ich eh nicht sehen und jetzt erst recht nicht.

KINO-UPDATE. Eine stimmungsvolle Not-OP, bei der die Rettungssanitäterin bis zu den Ellbogen in der Bauchhöhle des angeschossenen Polizisten hängt, sorgt bei diesem ansonsten harmlosen Film für die Freigabe ab 16. Wie konnte es dazu kommen? Nicht zu der Freigabe, versteht sich, sondern der OP. Das amerikanische Gesundheitswesen ist schuld. Denn Veteran Will Sharp, schwarz, adoptiert (Yahya Abdul-Mateen II) braucht knapp 250000 Dollar, damit seine Frau am Krebs operiert werden kann. Um den Druck zu erhöhen, sind die beiden gerade Eltern geworden. Natürlich will Will (jetzt verfolgt der Name mich aber) das Geld auftreiben. Natürlich fragt er seinen hochkriminellen Bruder Danny, weiß und etwas wahnsinnig (Jake Gyllenhaal), obwohl seine Frau sagt, er soll es lassen. Und damit ein Film daraus wird, geht der gut geplante Banküberfall richtig in die Hose. Damit ein Michael Bay -Film daraus wird, kidnappt Danny den von seinem Bruder angeschossenen Polizisten samt Wagen und Sanitäterin, Will muss die Karre fahren. Da er schon in Afghanistan die Leute durch die Hölle von Kabul gefahren hat, sind die verfolgenden Helikopter und die Verkehrsführung in LA ein Klacks. Einfacher wäre es allerdings, wenn er nicht gleichzeitig für besagte Not-OP zur Hand gehen müsste. Damit wären wir bei der weiblichen und eigentlichen Heldin des Films, Cam Thompson (Eiza Gonzalez). Die hat Zeit und Nerven so perfekt im Griff, wie ich früher die Schulwoche…und sieht dabei auch noch sehr gut aus.

Von Michael Bay habe ich ein Zitat gefunden, in dem er sagt, er mache Filme für pubertierende Jungs. Man sollte das mal Will Smith empfehlen. Ich fand Ambulance auch spannend. Frauen, Kinder und niedliche Tiere bleiben oder werden selbstverständlich gesund.

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