Wahnsinniges

Demnächst brauche ich ein Kleid für ein festliches Ereignis, bei dem ich nur Randfigur bin, trotzdem aber eine repräsentative Rolle innehabe. Die Vorsondierung in drei Geschäften ergab ein respektables Angebot an lustigen oder hässlichen Nachthemden, diversen geblümten Gardinen und Pailettenfetzen mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel. Auf dem Ständer für gesittete Partygäste hingen Exemplare, in denen Fräulein Rottenmeier sich vermutlich wohl gefühlt hätte, die aber meinem Wunsch, nach Möglichkeit gut auszusehen, nicht entgegenkamen. Es wird ein wahnsinnig schwieriges Unterfangen. Apropos wahnsinnig, das ist jetzt eine sehr halsbrecherische Überleitung…

KINO-UPDATE. Am Muttertag denkt man gern daran zurück, wie süß die Kinder mal waren. Unser Sohn fragte mal im zarten Alter von etwa 4 Jahren : Mama, wann gehen wir wieder zu das lange Bunte mit der Musik? Er meinte den Rosenmontagszug, hat aber damit auch diesen Film perfekt zusammengefasst. Worum es geht? Das ist nach meiner Einschätzung nicht so wahnsinnig wichtig. Auf jeden Fall ist Dr Cumberbatch Strange dabei und bemüht sich um die Rettung der Welt. Seine Gegenspielerin ist die mächtige Wanda, frische Unterstützung erhält er von einem jungen lateinamerikanischen Mädchen mit dem Namen America. Diese besitzt die Fähigkeit, die parallelen Wirklichkeiten zu durchreisen. Der Rest der Handlung spielt keine Rolle, es ist bunt, turbulent, überwältigend, manchmal sogar witzig und ziemlich lang.

Dass die mächtigste Zauberin aller Universen am Ende einfach nur Mama zweier kleiner Jungs sein will, mutet wahnsinnig an, lässt sich vielleicht aber auch durch den Muttertag erklären. DR Strange in the Multiverse of Madness ist ein langes Buntes mit Musik und Popcorn. Die herausstolpernden Jungs konnten während der Vorstellung ihren Mund nicht halten und hatten danach Bock auf Party.

8 Kommentare

    1. Öhm … genaugenommen war ich immer der Mitgänger und -gucker beim Kleiderkauf… ich glaube, ich war noch nie der letztlich bestimmende Teil beim Kleiderkauf.
      Nun hat Nicole jedoch tatsächlich jenen Gedanken ausgedrückt, der mir zuerst in den Sinn kam – den du immerhin gutiert hast. Du siehst also, ich bin ein ernstzunehmender RatGeber in Kleiderkaufangelegenheiten (zudem kann ich absolut unauffällig nach dem Preisschild angeln); wobei meine größte Qualität dabei die Engelsgeduld ist die ich aufbringe, ohne bereits nach dem 20. Mißgriff desinteressiert zu werden *kicher* … 😉

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    1. Ich schwöre auf Second-Hand-Läden, kaufe allerdings auch keine Kleider.
      Aber weil ich so oft umziehe, kaufe ich mir dort immer einen temporären Hausstand zusammen: Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Küchenutensilien… Gerade in Städten, wo die Bonzen viel weggeben, um sich besser zu fühlen, kann man da richtige Schnäppchen machen. In London oder Stockholm habe ich zB immer super Hemden für 5 € gefunden.

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  1. Auch ich habe schon oft sehr exquisite und gute alltägliche Kleidung aus zweiter Hand gekauft. Hier vor Ort in Solingen gibt es ein Sozialkaufhaus, in dem ich stets fündig werde. Und das viele Geld, das ich so spare, kann ich dann wesentlich sinnvoller und nachhaltiger ein oder zweimal jährlich für ein besonderes und maßgeschneidertes Textil ausgeben.
    In der HOFSCHNEIDEREI https://www.hofschneiderei-erfkamp.de/ma%C3%9Fanfertigung/ kann ich vom individuell angepaßten Schnitt bis zu Stoff und Knöpfen alles selber aussuchen. Das hat sich bei mir bewährt. 🙂

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