Sauschnelles

Wenn über die Deutsche Bahn gesprochen wird, ist Japan nicht weit. Sogar (und meistens) Menschen, die noch nie auch nur in der Nähe von Japan gewesen, geschweige denn mit einem japanischen Zug gefahren sind, sind blitzschnell mit dem Vergleich zur Hand, das den deutschen Zugverkehr lahm, anachronistisch und kundenfeindlich aussehen lässt. Aber die Japaner, die können’s! Shinkansen heißt sowohl das Streckennetz als auch der Hochgeschwindigkeitszug selbst.

Ohne das jetzt recherchiert zu haben, wage ich zu behaupten, dass man den mit einem 9-Euro-Ticket auch nicht fahren kann. Und hampeliges Ein- oder Aussteigen ist schlicht nicht vorgesehen, wenn der Zug an jeder Station genau nur 1 Minute hält.

KINO-UPDATE. So ist es zumindest auf dieser Zugreise von Tokio nach Kyoto. Begleitet von einem schwungvollen Stayin‘ alive, dessen Bedeutung sich bald erschließt, betritt Ladybug die 2. Klasse. Marienkäferchen Brad Pitt hat eine schwere Zeit hinter sich und nun einen guten Therapeuten gefunden, mit dessen Hilfe er sein Leben in den Griff bekommt. Das mag auch im wahren Leben so gewesen sein, denn man glaubt ihm jedes Wort. Was der Therapeut natürlich nicht weiß, ist die Tatsache, dass der Beruf des Auftragskillers ganz besondere Belastungen mit sich bringt. Dieser erste Auftrag nach der regenerativen Pause ist jedoch ein ganz schlichter. Er soll einen Koffer voller Geld aufspüren und seiner Kontaktperson übergeben. So weit, so easy. Wäre da nicht der ganze Zug voller verrückter Killer, die es alle in unterschiedlichen Konstellationen aufeinander abgesehen haben. Dabei hat Ladybug seine Knarre extra nicht mitgenommen, denn er hat sich vorgenommen Konflikte friedlich zu regeln. Naja, die anderen haben genug dabei und können auch mal ein Messer, eine Spritze oder eine Schlange abgeben….

Witzig, ironisch, brutal, sehr schnell mit einem bestens aufgelegten Brad Pitt. Bullet Train beruht auf einem Roman von Kotaro Isaka.

5 Kommentare

  1. Aufgrund deiner Empfehlung und dem launigen Trailer war ich schon auf dem Weg ins Kino, als ich zum Glück noch die Rezension im Observer las:
    https://observer.com/2022/08/bullet-train-might-be-the-worst-movie-ever-made/
    Dass „Bullet Train“ dort zum womöglich schlechtesten Film aller Zeiten erklärt wird, hätte mich nicht einmal abgeschreckt, denn Geschmäcker sind verschieden. Aber dass eine Schlange vorkommt, die mir fürderhin jede Zugfahrt vermiest hätte, das war dann doch zu viel für mein zartes Gemüt.

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  2. Dass du als weitgereister Mann vor einer von Serienkillern mitgebrachten Schlange zurückschreckst, die in jedem stinknormalen Zug allein vor Langeweile umgekommen wäre, halte ich für wenig glaubwürdig und betrachte den Grund als vorgeschoben. Du hattest vermutlich einfach keinen Bock auf Brad Pitt 😂

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    1. Ich habe leider tatsächlich so panische Angst vor Schlangen, dass ich die nicht einmal im Film sehen kann.
      Leider schränkt das auch die Reichweite der Reisen des Weitgereisten ein, weil ich deshalb die Tropen meiden muss. Und letztes Jahr glitschten mir sogar in der Schweiz und in Schweden Schlangen über den Weg. Ich freue mich dann schon immer auf den Winter, wenn diese Scheißdinger einfrieren.

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      1. Ich wollte zB schon länger nach Taiwan, have viel Gutes gehört und gelesen, aber eben habe ich gesehen, dass es dort wahnsinnig viele Giftschlangen gibt.
        Ende des Traums.

        Irgendwann ziehe ich mich nach Irland zurück, wo man bedenkenlos in der Wiese liegen kann.

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