Das GELOBTE Land

Natürlich ist es total sauber in diesem Flughafen. Geräumig, durchdacht. Auf dem Weg ins Museum nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel. Es gibt Züge, Straßenbahnen und Busse. Sie alle kommen im Abstand weniger Minuten und sind pünktlich. Im Museum sind die Schließfächer kostenlos und so groß, dass unsere Bordkoffer hineinpassen – beide. Ein erster Blick in die Ausstellung zur Vorbereitung auf den morgigen Tag. Um viertel vor sechs gibt es eine Durchsage, dass man sich zum Ausgang begeben solle. Wir können uns von der Kunst noch nicht losreißen.

Die Mitarbeiterin wartet geduldig und wünscht uns gut gelaunt einen schönen Abend. Auf dem Weg zum Hotel begeistert sich mein Mann für total praktische Fahrradständer, während ich die rosa Wolken in den Blick nehme.

Dann sagt er endlich, was ihm schon die ganze Zeit auf der Seele brennt: „Hier will ich leben!“ Tja, das war zu erwarten, wir sind in Zürich. Ich finde es auch schön. Allerdings möchte ich nur zu Hause leben und nirgendwo anders. Wir verschieben die fruchtlose Diskussion auf einen unbestimmten Zeitpunkt und suchen ein Restaurant. Auf dem Weg passieren wir diverse Uhrengeschäfte, deren Auslagen fachkundig betrachtet werden (nicht von mir). Wir landen in einem Lokal, die Hütte brennt. Es ist, wie die Karte ausweist, das älteste vegetarische Restaurant Europas, gegründet 1898. Es schmeckt super, zumindest mir, und die Begeisterung für die Schweiz ist bei meinem Mann dankenswerterweise durch die kalten Saucen am Buffet etwas abgekühlt. Morgen sehen wir weiter.

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