Klösterliches

An der nachbarlichen Drive-In-Schnellteststation ist richtig was los. Es ist so viel Betrieb, dass wir – als wir pünktlich zu unserem Termin um 11.32 vor Ort sind – von einer händeringenden Mitarbeiterin informiert werden, dass gerade kein Schnelltest mehr da sei, alle aufgebraucht. Wir beschließen, uns darüber nicht weiter aufzuregen, kurze Zeit später trifft der Chef mit fliegenden Fahnen und einer Riesenladung neuer Tests ein.

Das Zettelchen brauchen wir für den Nachmittagsausflug. Kloster Gravenhorst wurde 1256 von Konrad von Brochterbeck und Amalgarde von Budde gegründet. Ihre Tochter Oda war die erste Äbtissin des Konvents für den niederen Adel aus der Umgebung.

Die Klosteranlage ist fast vollständig erhalten und beherbergt heute das Kunsthaus DA = Denkmal und Atelier.

Die Ausstellungen drinnen und draußen sind vielfältig, aber draußen regnet es. Zum Thema Selbstversorgung nach dem Krieg kann man sich diverse Einkoch- und Konservierungsmethoden sowie Aufrufe zur unverzüglichen Meldung des gemeinen Kartoffelkäfers ansehen.

Hab‘ ich selbst noch im Garten meiner Oma von den Kartoffelpflanzen angesammelt. Meine andere Oma erzählte, man habe ganze Spitztüten aus Papier vollgesammelt und dann damit für ein Taschengeld die Hühner gefüttert.

Außerdem sind wir da wegen der Ausstellung „Jugend gestaltet“.

Was die jungen Künstlerinnen und Künstler geschaffen haben, kann sich allemal sehen lassen.

Trotzdem wäre ein Kaffee jetzt wichtig, den man aber drinnen nicht bekommen darf, während draußen der Wind zunimmt. Wir gehen also noch eine sehr kleine Runde durch den mit Kunst gespickten Klostergarten und stellen fest, dass wir bei gutem Wetter einfach noch einmal herkommen müssen.

Schön grün alles, da kann man nicht meckern. Aber Kaffee trinke ich doch lieber ohne Regenwasser.

Zu Hause warten dann Kaffee und Scones, kann man aushalten 😉

9 Kommentare

      1. Bei uns in der Stadt wird heute neben den Restaurants getestet und gegessen, ohne Mindestabstand und ohne Begrenzung der Gäste. Ich würde mich freuen, wenn dies eine Möglichkeit wäre, die Situation wieder in Griff zu bekommen.

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  1. Geistig sehr anregend, diese Ausstellung – und von Dir entsprechend besprochen. Warum fiel mir dabei jetzt die Kochkiste ein, die neben unserem Küchen Herd stand, als ich klein war? – Na klar, wegen der Nachkriegsversorgung, Meine Oma hatte irgendwas von Milchreis erzählt. Tatsächlich aber kenne ich die Kiste nur vollgestopft mit alten Zeitungen und Tüten. Wegen der Tüten hätte sie mir hier natürlich schon viel früher einfallen müssen. Da waren bestimmt Schätzchen drin, die heute vielleicht museumsreif wären aber zusammen mit der Kiste irgendwann verschwunden sind.

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